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Figur, „aklama“

Höhe

22 cm.

Ethnie

Ga-Dangbe / Ewe

Land

Ghana / Togo

Material

Holz

Provenienz

Schweizer Privatsammlung, Solothurn. In situ erworben (1997).

Technik

Mit Sockel / with base

Untere Schätzung

100.00 CHF

Obere Schätzung

200.00 CHF

Zuschlag

Bildunterschrift zu dem von Schmeltz (op. cit.) publizierten Feldfoto von drei Figuren des gleichen Typus: „Die Worte Aklama kpakpewo oder Aklama sucwo bedeuten, ‚kleine geschnitzte Gottheiten’. Die Figuren heissen auch Ame we luwo, ‚Seele des Menschen’. Man kauft diese Figuren stets mindestens paarweise, Mann und Weib zusammen. ‚Hat der Heide mehrere Frauen, so ist es unbedingt nöthig, dass jede der Frauen einen Mann und eine Frau sich kaufen muss.’ Die Figuren gelten als trõwo und man richtet Gebete an sie, z. B. das regelmässige Morgengebet: ‚Gieb mir Leben, mache stark meine Kniegelenke, meine Armgelenke, ich will auf Reisen gehen; ich komme zurück.’ Nach einem glücklichen Kauf spricht man das Dankgebet: ‚Ich danke euch, dass ihr mir geholfen, dass man von mir die Sachen kaufte.’ – Fehlt den Figuren, was oft vorkommt, ein Arm oder ein Bein, so erhalten sie den Namen Adelã (Wild) oder Ažiza (Affenart), weil man glaubt, dass sie in diesem Zustand irgend einem Thiere des Feldes ähnlich sind (?). Wenn Jemand stirbt, so werden die ihm gehörenden Figuren weggeworfen. Diese Angaben sind höchst interessant, aber sehr lückenhaft. Zweifellos hält man die Figuren für beseelt, aber von wem? Ahnenbilder sind es nicht, und auch von den Legbawo scheinen sie sich in ihrem Wesen zu unterscheiden. Der Name ‚Seele des Menschen’ und die Thatsache, dass man die Figuren beim Tode des Besitzers als werthlos wegwirft, lassen vermuthen, dass man die kleinen Schnitzwerke in besonderer mystischer Beziehung zum Menschen glaubt, vielleicht für sie Verkörperungen seiner Schutzgeister hält. Auch an den weitverbreiteten Glauben wäre hier zu erinnern, dass der Mensch mehrere Seelen besitzt, die nicht sämmtlich fest an den Körper gebunden sind, sondern auch ausserhalb des Leibes wohnen können. Ganz räthselhaft ist die Erklärung der verstümmelten Figuren.“

Weiterführende Literatur:
Schmeltz, J.D.E (1901). Zaubermittel der Evheer (Aus dem Städtischen Museum in Bremen).“ Archives Internationales D’Ethnographie., Vol. 14. Seite 9.

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