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Gesichtsmaske, „mukuyi-mukuji“

Höhe

43 cm.

Ethnie

Lumbo

Land

Gabun

Material

Holz

Provenienz

- Beatrice Houston, Vereinigtes Königreich.
- Sotheby's London (14.12.1959, Lot 186).
- Peter Schnell, Zürich (1959).
- Galerie Walu, Basel.

Technik

Mit Sockel / with base

Untere Schätzung

60,000.00 CHF

Obere Schätzung

80,000.00 CHF

Zuschlag

Die sogenannten „weissen Masken“ stammen von den Völkern der Lumbu, Punu, Galoa, Mpongwè und Tsogo zwischen dem Ogooué-Becken (Gabun) und dem Kongo, die sie mukuyi, mukuji/mikuji, okuyi, okukwè bzw. mukuyi nennen.

Die „mukuyi-mukuji“ Masken wurden anlässlich der okuyi-Riten verwendet, die mit der mwiri-Initiation in Zusammenhang standen. Traditionell wurden die Masken von einen auf Stelzen laufenden Tänzer getragen, der aus dem Wald erschien, um die Sitten des Stammes aufrechtzuerhalten, Befehle zu erteilen und Sanktionen zu verhängen. Heutzutage ist es eher ein vergnügliches Fest.

Diese beeindruckende Maske ist in mehrfacher Hinsicht besonders selten. Vor allem wegen der markanten Hörnern. Charlotte Grand-Dufay, Autorin des Buches „Les Lumbu un art sacré“, erklärt, dass diese Art von Masken nur 1 % des Korpus ausmacht, der für das 2008 veröffentlichte Buch über die Punu untersucht wurde. Dazu sind laut Charlotte Grand-Dufay Masken mit gefeilten Zähnen zahlenmässig gering und im allgemeinen von höherer Qualität.

Diese aus leichtem Holz gefertigte Maske zeigt ein feines und harmonisches Gesicht, dass mit Kaolin weiss gefasst ist. Darüber befindet sich ein schwarzer Kopfschmuck (Farbe aus Kohlestaub), der aus zwei seitlichen Hauben und zwei leicht gebogenen Hörner besteht, die an Büffel- oder Antilopen erinnern sollen. Die zugekniffenen bogenförmigen Augenschlitze sind durch die braune Farbgebung der Lider hervorgehoben.

Eine feine Furche markiert das Philtrum von der Nase bis hinunter zu den zart gefärbten Lippen mit dem umwerfenden Amorbogen. Der leicht geöffnete Mund zeigt die lokal als Schönheitsideal empfundenen spitz zulaufenden abgeschliffenen Zähne. Die Darstellung scheint sich genau beobachtend und bestimmt an den Betrachter zu wenden.

Eine vergleichbare Maske wurde laut Auktionskatalog „Arts Primitifs“ (Loudmer/Poulain, 1980, Paris, Lot 289) vom französischen Kolonialbeamten Maurice Polidori im Jahr 1923 bei Mouila (in der Region Ngounié) gesammelt.

Vergl.:
– Grand-Dufay, Charlotte (2016). Les Lumbu un art sacré. Paris: Gourcuff-Gradenigo. Fig. 35, Seiten 62-63.
– Perrois, Louis (1979). Arts du Gabon. Arnouville-lès-Gonesse: Arts d’Afrique Noire. Seite 23.

Weiterführende Literatur:
– Grand-Dufay, Charlotte (2016). Les Lumbu un art sacré. Paris: Gourcuff-Gradenigo.
– Perrois, Louis / Grand-Dufay, Charlotte (2008). Punu. Visions of Africa / Vision d’Afrique. Milan: 5 Continents Editions.

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