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Maske, „agbogho-mmwo“

Höhe

28 cm (58 cm).

Ethnie

Igbo

Land

Nigeria

Material

Holz, Textil, Glasperlen

Provenienz

- Galerie Walu, Zürich.
- Nachlass Dr. Andreas Vontobel (1931-2011), Waltalingen.
- Hammer Auktion 71, Lot 67 (unbezahlt & storniert / unpaid & cancelled).

Technik

Ohne Sockel / without base

Untere Schätzung

200.00 CHF

Obere Schätzung

400.00 CHF

Zuschlag

Die agbogho-mmwo-Mädchengeistmaske ist die Verkörperung der idealen weiblich-jugendlichen Schönheit, die das Gleichgewicht von inneren und äusseren Werten voraussetzt.

Sie wurde von Männern vor und nach der Anbauzeit für Fruchtbarkeit und gute Ernte getanzt. Die Akteure versuchten dabei, die vorbildlichen Eigenschaften unverheirateter Mädchen möglichst grazil auszudrücken, was mitunter zur köstlichen Unterhaltung des Publikums beitrug.

Weiterführende Literatur:
Cole, Herbert M., Aniakor, Chike, A. (1984). Igbo Arts. Los Angeles: Museum of Cultural History, UCLA.

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Andreas Vontobel (1931-2011)

Andreas Vontobel war ein enthusiastischer und vielseitig interessierter Mensch, der in seinem Leben die verschiedenartigsten Interessen mit grosser Leidenschaft verfolgte. Er war ein Kunstsammler mit Herz und Seele, welcher neben afrikanischer Kunst auch alle anderen Bereiche der Kunst gesammelt hat. Sein Hauptinteresse galt dabei aber der aussereuropäischen Kult- und Gebrauchsgegenständen und besonders den Regalien.

Neben seinem Beruf als Psychologe war er auch ein hervorragender Fotograf und innovativer Künstler, der auch einige Reisen nach Afrika und Asien unternommen hat. Bestimmend für eine besonders ausgeprägte Faszination, die sein Leben lang anhalten sollte, waren die 60er Jahre: Damals begann seine Begeisterung für die afrikanische Kunst und Kultur, die er durch die Beschäftigung mit der modernen Malerei entdeckt hatte. Fortan besuchte er die bedeutendsten Kunst- und Völkerkundemuseen der Welt, studierte unzählige Bücher und trug über die Jahre systematisch eine Sammlung künstlerisch und ethnisch bedeutender Werke Schwarz-Afrikanischer Kunst zusammen. Als Quelle für seine Wünsche diente ihm unter anderem die Galerie Carrefour der Kunsthändler Pierre und Claude Vérité in Paris.

Der überwiegende Teil seiner Afrika-Sammlung stammt aus der Galerie Walu, denn er war einer der regelmässigen und gern gesehenen Besucher der Galerie. Über die Jahre entwickelte sich eine intime Freundschaft zu René David mit dem er seine kultur-übergreifenden Überlegungen zur aussereuropäischen Kunst eingehend diskutieren konnte. Vontobel interessierte sich nicht nur die Ästhetik der Objekte, sondern als Psychoanalytiker auch für die Inhalte und Riten die mit ihnen verbunden sind. Dabei faszinierten ihn besonders Grenzerfahrungen und die offensichtlich parallelen Ansätze der Heilung in verschiedenen Kulturen.

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