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Stab, „tefalipitya“

Höhe

140 cm.

Ethnie

Senufo

Land

Côte d’Ivoire

Material

Holz, Kaurischnecken

Provenienz

- laut Besitzer: Galerie Künzi, Gottfried Künzi (1920-1979), Solothurn.
- Martin Gross (1922-2017), Biel (erworben am 20.03.1968).

Technik

Ohne Sockel / without base

Untere Schätzung

1,500.00 CHF

Obere Schätzung

3,000.00 CHF

Zuschlag

Die Senufo sind eine etwa 3 Millionen Menschen zählende Volksgruppe im Dreiländereck Côte d’Ivoire, Mali und Burkina-Faso. Vorwiegend in Dörfern ansässig, bildet die Landwirtschaft, früher im stärkeren Mass ergänzt durch die Jagd, die wirtschaftliche Grundlage der Ethnie. Sie sind bei Kunstsammlern für ihre qualitativ hochstehenden Schnitzkunst bekannt.

Über die Symbolik der Kult- und Gebrauchsgegenstände herrscht aufgrund der lückenhaften mündlichen Überlieferung und der Schweigepflicht der Initiierten vielfach Unklarheit. Dennoch finden sich in der Literatur einige Hinweise auf dieses Art von Stäben.

Diese Insignie wurde lt. gängiger Meinung im Rahmen der Poro-Männervereinigung eingesetzt, einer auf Altersklassen basierenden Initiiations-Gemeinschaft die das kultische Dasein der Senufo bestimmt. Als politische und erzieherischen Kraft innerhalb der sozialen Struktur der Ethnie übt sie mit ihrer Autorität die soziale Kontrolle der Gemeinschaft aus.

tefalipitya („das Mädchen des mit der Hacke arbeitenden“) genannter Stab, auf dem eine stehende Figur die ideale junge Senufo-Schönheit darstellt.

Solche Stäbe kommen bei Hackwettbewerben während des jährlichen Anlegens der neuen Yamsfelder im September oder Oktober zur Anwendung.

Die jungen Männer einer bestimmten Altersklasse der poro-Gehimbundes treten an diesem Tag gegeneinander an. Alle Teilnehmer hacken gleichzeitig nebeneinander jeweils eine Furche in ein vorgegebenes Ackerfeld. Unter den kritischen Augen und der Anfeuerung des anwesenden Publikums, vor allem auch der jungen Schönheiten, will jeder der angehenden Männer sein bestes geben.

Der schnellste unter ihnen bekommt den Stab jeweils in seine Reihe gesteckt, bis er von einem Kameraden überholt wird, wobei auch auf die sorgfältige Ausführung der Arbeit geachtet wird. Der Gewinner erhält abschliessend den Stab als Trophäe überreicht, den er ähnlich einem Pokal vorübergehend als Champion besitzen darf.

Weiterführende Literatur
Förster, Till (1988). Die Kunst der Senufo. Zürich, Museum Rietberg.

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