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Tanzstab, „oshe shango“

Höhe

33,5 cm.

Ethnie

Yoruba

Land

Nigeria

Material

Holz

Provenienz

deutsche Sammlung

Technik

Mit Sockel / with base

Untere Schätzung

200.00 CHF

Obere Schätzung

400.00 CHF

Zuschlag

Zu den berühmtesten Gottheiten im Pantheon der Yoruba zählt shango, der Gott des Donners und des Blitzes.

Der shango-Kult setzte sich fast im ganzen Yoruba-Land zum grossen Teil deshalb so erfolgreich durch, weil der Gott dem Glauben zufolge als vierter König in Oyo regiert haben soll. Im 17. und 18. Jh. war Oyo das Zentrum des Oyo-Reichs, das über zahlreiche Yoruba-Königtümer herrschte.

Den lokalen Mythen zufolge war shango der vierte alafin (Herrscher des Palastes) von Oyo. Die Traditionen beschreiben shango als einen ziemlich unverantwortlichen Herrscher mit einem gewalttätigen Temperament, der mit Feuerwerk spielte und seinen Palast niederbrannte. Schliesslich wurde er aus der Stadt verjagt und er erhängte sich aus Verzweiflung.

Seine Anhänger lehnen diese Version jedoch ab und propagieren eine andere Darstellung des Mythos: Ihrem Glauben zufolge stieg er in den Himmel auf, wo er sich in Gewittern offenbart. Der shango-Kult wurde zum Staatskult von Oyo und seine Priester agierten als Botschafter und Vertreter des alafin von Oyo in den Vasallenstaaten.

Jenseits seines Kults manifestiert sich shango in Donner und Blitz, schleudert er doch seine Donnerkeile (edun ara) vom Himmel und setzt dabei den Busch oder Häuser in Brand. Wo der Blitz einschlug, sammeln die shango-Priester die Donnerkeile ein und bringen sie in ihren bestickten ledernen Schultertaschen (laba) zum Schrein des Gottes. Dort bewahren sie die Steine in grossen Holzschalen oder Kalebassen zusammen mit Tanzstäben und Kürbisrasseln auf und ,,füttern“ sie mit Opfern.

Das bekannteste Emblem und Symbol des shango-Kults ist der Tanzstab oshe shango („osé-sàngó“) mit der Darstellung zweier Donnerkeile in Form einer Doppelaxt, die hier auf dem Kopf einer weiblichen Figur, vermutlich eine Heilerin, zu sehen ist.

Weiterführende Literatur:
Eisenhofer, Stefan (1997). Kulte, Künstler, Könige in Afrika. Linz: Oberösterreichisches Landesmuseum.

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