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Wickelgewand

Länge

465 cm.

Ethnie

Kuba

Land

DR Kongo

Material

Raphia

Provenienz

Galerie Walu, Zürich.

Untere Schätzung

500.00 CHF

Obere Schätzung

1,000.00 CHF

Zuschlag

Eine Ausnahmeerscheinung in der afrikanischen Kunst sind die Textilien der Kuba, die sich in dieser Form an keinem anderen Ort der Welt finden lassen. Gewobene Raphia-Tücher aus dem Kongo stellen ein absolutes Phänomen dar. Seit Generationen pflegt das Königreich Kuba die Tradition der meisterhaften Gestaltung von Webarbeiten und hat dabei eine einzigartige Formensprache entwickelt.

Die Bushong sind eine Ethnie in der Demokratischen Republik Kongo und gehörten einst einer politischen Konföderation an, die als Königreich Kuba in die Geschichte einging.

Berühmtheit erlangten die Bushong vor allem durch ihre meisterhaften, weithin begehrten Gewebe. Solch feine Stoffe, die im Königreich als Zahlungsmittel dienten, fanden schon in portugiesischen Berichten aus dem 16. und 17. Jahrhundert Erwähnung. Gemeint waren rund 50 x 50 cm grosse Stoffe aus ausgefaserten Fiederblättern der Raphia-Palme.

Mit diesen Textilien trieb die Küstenbevölkerung auch einen lebhaften Handel: Die Portugiesen bezahlten die Stoffe mit Salz, Kaurischnecken und Perlen und tauschten sie weiter südlich, in Angola, gegen Sklaven.

Die bis zu über zehn Meter langen Zeremonialkleider der Bushong werden rockartig gleichermassen von Frauen und Männern um die Hüfte getragen. Das Material dieser Kleider ist Raphia, der Blattfasern-Bast der Vinifera-Palme. Die langen Tücher entstehen durch zusammenfügen einzelner gewobener Matten, deren Grösse durch die natürliche Länge der Raphia-Faser gegeben ist (ca. 50 bis 80 cm). Die roten Farbtöne werden aus mit Wasser vermengtem, pulverisiertem Holz des Tukula-Baumes erzeugt.

Die Machart und das Design sind Amtsträgern und Zeremonien genau zugeordnet. Jeder König erhält bei Amtsantritt sein eigenes Emblem, welches bestimmte geometrische Motive enthält, die man auf all seinen Prestigeobjekten wiederfindet. Je aufwändiger das Tuch, desto wichtiger der Träger – „Kleider machen Leute“ gilt natürlich auch in Afrika. Des Weiteren wurden die Tücher auch als wertvolles Tauschmittel oder Geschenk verwendet.

Weiterführende Literatur:
Meurant, Georges (1989). Traumzeichen. München: Verlag Fred Jahn

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