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Wickelgewand, „kente“

Länge

303 cm.

Breite

177 cm.

Ethnie

Asante

Land

Ghana

Material

Baumwolle

Provenienz

Schweizer Privatsammlung, Solothurn. In situ erworben (1995).

Technik

Ohne Sockel / without base

Untere Schätzung

600.00 CHF

Obere Schätzung

800.00 CHF

Zuschlag

Die sogenannten Kente sind Wickeltücher, die in Ghana und Togo hergestellt werden.

Der Begriff Kente für diese Stoffe stammt wohl von Fante-Händlern. Asante-Weber bezeichnen sie als Nsaduaso (für sehr gute Qualität) vergleichbar mit dem – umstrittenen – Ewe-Begriff Adanudo bzw. Adanuvor.

Die im persönlichen Besitz stehenden Tücher werden an zeremoniellen oder zivilen Anlässen getragen, und sind somit ein sichtbares Zeichen von Prestige, Rang und Zugehörigkeit. Männer verwenden ein grosses Tuch, Frauen zwei kleinere.

Die farbenfrohen Umschlagtücher bestehen aus bis zu über 20 separat gewobenen und zusammengenähten Streifen. Gewoben wurden diese ausschliesslich von Männern, getragen aber auch von Frauen.

Gewisse Farben, Anzahl Banden und Motive sind für bestimmte Ränge und Zeremonien reserviert. Die in die Schmalbandwebstreifen eingearbeiteten scheinbar gleichmässigen geometrischen Motive besitzen Namen, die für Kenner, ähnlich Piktogrammen, lesbar sind.

Aufgrund ihres Wertes, der sich aus Materialkosten, Arbeitsaufwand und der subjektiven Schönheit errechnet, finden die Textilien auch als Tauschmittel, Geschenk und Wertanlage Verwendung.

Weiterführende Literatur:
Ross, Doran (1998). Wrapped in Pride. Los Angeles: Fowler Museum of Cultural History.

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– Männertuch (Man’s Cloth)

– Mmɛɛda (Menzel I/652); (Ross „Wrapped in Pride S 115/8.15a,b,c) „Something that has not happened before“

– Asonawo mmada (Rattray Fig.128 No53)

– Webart: single weave (Topreko). 21 Webbahnen à 8,4 cm (eine Webbahn wurde wohl abgetrennt und als Reparaturstreifen verwendet.). Ein ca. 15 cm langes Teilstück wurde ersetzt (unsorgfältige Näharbeit). Eine weitere Reparaturstelle.

– Eintragsblöcke (susudua): sehr variantenreich, sowohl Schussmuster als auch adwen

– Randmuster fünfzeilig: babadua-adwen-wotɔa-adwen-babadua im Wechsel mit wotɔa-adwen-babadua-adwen-wotɔa.

– drei Webbahnen zeigen in Schussmustern teils Schwund von schwarzem Faden.

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